Die Verdrängung der Erhabenheit*
von Frank Haronian, Ph.D. zurück zur Übersicht
Der Titel "die Verdrängung der Erhabenheit" stammt aus den Schriften von Robert Desoille (1945). In dieser Abhandlung werde ich Ihnen keine wirklich neuen Gedanken anbieten. Stattdessen werde ich versuchen, die Gedanken etlicher anderer Autoren auf eine solche Weise zusammenzutragen, daß das Konzept, die Verdrängung der Erhabenheit, für Sie so real und zwingend wird, daß Sie es in Ihnen selbst, in Ihren Patienten und in Ihren Mitarbeitern immer deutlicher und unvermeidlicher sehen werden.
Ich finde es nicht nötig, das Konzept der Verdrängung zu definieren, doch ich möchte auf die Frage eingehen, was hier unter dem Erhabenen zu verstehen ist. Wir können orthodox-psychoanalytisch dazu eingestellt sein und alle höheren künstlerischen, sozialen und spirituell ausgerichteten Aktivitäten als Sublimierungen primitiver erotischer und aggressiver Triebe betrachten. Das wären sublime Aktivitäten, jedoch als Sublimierungen niederer Triebe. Wir könnten jedoch auch davon ausgehen, daß dieselben höheren Impulse, Wünsche oder Motive aus sich selbst heraus existieren, und daß sie sich unabhängig davon entwickeln, ob die sexuellen und aggressiven Triebe befriedigt werden. In der Tat könnte man so weit gehen zu behaupten, daß die höheren und sublimeren Bedürfnisse der Menschen eher geweckt werden und sich entwickeln, wenn die sogenannten niedrigen, fleischlichen Triebe befriedigt werden, als wenn sie frustriert und 'sublimiert' werden. Denn oft beginnen wir aus einem Gefühl der Langeweile und des Unzufriedenseins mit der Befriedigung der Sinne nach einem höheren Sinn in unserem Leben Ausschau zu halten.
Es gibt noch andere Möglichkeiten, den Begriff des Erhabenen zu betrachten. In seiner weitesten Bedeutung umfaßt er alle Impulse, Instinkte, Antriebe und Triebe des Menschen, mehr, besser und größer zu sein, als er ist. Persönliches Wachstum und Differenzierung sind sicherlich ein Teil des Bildes, doch darüberhinaus umfaßt das Konzept des Erhabenen noch einige allgemeine Bereiche. Es bezieht sich auf das Wahre, das Gute und Schöne. Wir orientieren uns am Erhabenen, wenn wir objektiv versuchen, Dinge so zu sehen, wie sie sind, wenn wir andere aus reiner Freude, sie wachsen zu sehen, nähren und wenn wir Dinge so arrangieren, daß sie als schön oder künstlerisch erscheinen.
Außerdem gibt es das Streben nach Gemeinschaft, Brüderlichkeit und Fürsorge. Es basiert auf dem Gefühl, dem Glauben, der Überzeugung, daß wir letztendlich alle das gleiche Schicksal teilen. Nach Robert Desoille, in dessen Schriften ich erstmals auf die Verdrängung der Erhabenheit gestoßen bin, verlangt der Impuls nach dem Erhabenen, daß wir uns um andere kümmern, daß wir das Bedürfnis fühlen, mit dem besten Teil unserer selbst mit anderen zu kommunizieren und daß wir unsere tiefste Befriedigung darin finden, anderen zu dienen. Ich zitiere aus einer Übersetzung den Abschnitt aus seinem Buch von 1945, in dem er sagt: "Es gibt viele Formen des Dienens, und unter ihnen gehören die selbstlosen Bemühungen des Gelehrten und des Künstlers zu den höchsten." Der Impuls, auf eine solche Weise zu handeln, ist der Ausdruck eines tiefen Dranges, dem Leben zu vertrauen, großzügig von sich selbst zu geben und die eigenen egoistischen Interessen zu vergessen. Dies sind einige Charakteristika des Erhabenen.
Es gibt einen weiteren Aspekt des Erhabenen, der verwirrenderweise religiöser Aspekt genannt wird. Es geht um das unausweichliche Bedürfnis jedes Menschen, auf seine existentiellen Fragen eine Antwort zu finden und sich mit einem Zweck, einem Ziel, einem Ideal zu verbinden, das er als größer, wichtiger und zeitloser als seine eigene vorübergehende Existenz und seine Kräfte erlebt. Wenn wir das Erhabene als das Gefühl der Kommunion mit und der Hingabe an etwas empfinden, das größer ist als wir, dann erleben wir diesen fundamentalen religiösen Impuls. Er kann theistisch, agnostisch oder atheistisch sein; er verlangt keinen Glauben an Gott, verträgt sich jedoch mit einem solchen Glauben. Nach Desoille ist die Aufgabe des Therapeuten, dem Klienten zu helfen, sich dieses fundamentalen und normalen religiösen Impulses bewußt zu werden und ihm zu helfen, seinen Geist von hartnäckigen, infantilen theologischen Auffassungen zu befreien. Schließlich hilft der Therapeut dem Klienten, seine primitiven religiösen Impulse bis zu dem Punkt zu entwickeln, an dem sie sich von rein emotional beladenem, magischem Denken in reflektierendes Denken umwandeln.
Um nun auf den Titel dieser Abhandlung "Die Verdrängung der Erhabenheit" zurückzukommen, möchte ich gern aufzeigen, daß es einen wesentlichen Teil vollständigen Menschseins ausmacht, den Sog und die Anziehung des Erhabenen auf die verschiedenen von mir beschriebenen Weisen zu fühlen. Und es ist typisch neurotisch für uns, der Verantwortung auszuweichen, auf diesen Ruf des Erhabenen eine Antwort zu versuchen. Trotzdem verdrängen wir ihn oft.
Es gibt viele Möglichkeiten, um dem Ruf des Erhabenen auszuweichen. Weshalb weichen wir zum Beispiel der Herausforderung des persönlichen Wachstums aus? Wir fürchten das Wachstum, da es bedeutet, das Bekannte für das Unbekannte aufzugeben, und dies birgt immer Risiken in sich. Auf denselben Gedanken stieß ich kürzlich im Werk von Andras Angyal (1965), wo er sagt: "Das Bekannte für das Unbekannte aufzugeben, birgt immer Risiken in sich. Wenn die Veränderungen weitreichend oder abgrundtief sind, dann wecken sie in jedem Fall Ängste. Die Ansicht, daß Wachstum untrennbar mit Angst verbunden ist, teilen praktisch alle Denker, die Wesentliches zum Verständnis der Angst beigetragen haben ...
Die Angst, die im Anblick der Auflösung der eigenen gegenwärtigen Seinsweise gefühlt wird, wurde von einigen zur Angst vor der endgültigen Auflösung, um die die Menschen ein sicheres Vorwissen haben, in Beziehung gesetzt; da Wachstum das Aufbrechen alter Muster erfordert, ist die Bereitschaft 'zu sterben' eine Voraussetzung um zu leben ... Übermäßige Angst vor dem Tod steht oft in Wechselwirkung zur neurotischen Angst vor Wachstum und Veränderung."
Weshalb vermeiden wir, unsere Sorge um andere und unser Interesse für sie auszudrücken? Oft ist es deshalb, weil wir befürchten, nicht zu wissen, wo wir die Grenzen ziehen müssen und daß wir von anderen benutzt und ausgebeutet werden könnten. Mit einem bekannten Sprichwort ausgedrückt: 'Gib ihm den kleinen Finger, und er nimmt die ganze Hand'. Irgendwie fehlt uns das sichere Selbst-Gefühl, das es zulassen würde, daß wir in solchen Situationen unser "Ja" und unser "Nein" haben. Ich denke, daß diese Angst auch in Beziehung zu der Tatsache steht, daß wir - als ein Teil des Musters des modernen Lebens - zu viele Menschen zu oberflächlich kennen und wir zu wenig Verantwortung füreinander erfahren.
Ich vermute, daß der Verlust des sicheren Gefühles der Verbundenheit mit anderen, der Verlust des Gefühles, ein gemeinsames Schicksal zu teilen, uns in einen Zustand geführt hat, in dem wir nicht mehr fähig sind, uns selbst einem Ideal hinzugeben, dessen Wert in unseren Augen über denjenigen unserer persönlichen Existenz hinausgeht. Dies ist das Gegenteil der Situation, wie sie normalerweise in primitiven Stämmen angetroffen wird. Heute sind die alten Stammes-Forderungen nach Loyalität als Gegenleistung für Status und Sicherheit schwach. Wir erfahren selten ein enges Verbundensein mit anderen, für deren Leben wir verantwortlich sind und die wir umgekehrt um Hilfe rufen können, wenn wir uns in Not befinden oder uns bedroht fühlen. Aufgrund dieses Verlustes muß das Motiv für die Hingabe an etwas, das größer ist als wir selbst, sich heutzutage mit etwas Abstrakterem als unserem Stamm verbinden, etwas, das schwieriger zu definieren ist und das als ein Wert im Gedächtnis und im Herzen behalten werden kann.
Kehren wir nochmals zum Gedanken des Verdrängens zurück. Desoilles Ansicht, daß wir das Erhabene verdrängen, kann auch in den Texten zeitgenössischer amerikanischer Psychologen gefunden werden. Zum Beispiel spricht Angyal (1965) von den Abwehr-Mechnismen wie Verdrängung, die ihre Wirkung nicht nur auf neurotische Gefühle und Verhaltensweisen ausüben, sondern auch auf die gesunden. Seiner Ansicht nach stehen zwei konkurrierende Organisationen oder Haltungsmuster oder Systeme, die den Erfahrungen Bedeutung zuschreiben, in Konkurrenz zueinander. Die eine Organisation ist gesund, die andere neurotisch. Jedes System strebt danach, das Individuum zu dominieren, und um dies zu tun, muß es das andere konkurrierende System unterdrücken. Wenn also das neurotische System dominiert, dann unterliegt das gesunde System ipso facto, d.h. es ist vom Bewußtsein abgekoppelt oder verdrängt. Angyal sagt dazu folgendes:
"Diese Konzeption entstand aus den zahlreichen Beobachtungen, daß man Gefühle und Wünsche, die keinesfalls sozial tabuisiert sind und oft für lobenswert gehalten werden, verdrängen kann und es auch tut."
Er nennt dies "Einverleiben" oder "Besitzergreifen" und führt das Beispiel eines Analyse-Patienten auf, der seine eigene natürliche und gesunde Freundlichkeit als boshaft motivierte Ausbeutungshaltung fehlinterpretiert.
Es gibt zahlreiche bekannte Beispiele von der Verdrängung des Erhabenen. Ich möchte gern einige aus Abraham Maslows Schriften aufführen. Kürzlich hielt er eine Vorlesung, bei der er auch die Vorstellung vom Jonas-Komplex darstellte. Ich zitiere aus Dr. Maslow (1966):
"Ich möchte mich einem der vielen Gründe zuwenden für das, was Angyal 'das Vermeiden des Wachstums" genannt hat. Sicher wären alle in diesem Raum gern besser als sie sind. Wir alle haben einen Drang, uns selbst zu verbessern, einen Drang nach vermehrtem Verwirklichen unseres Potentials oder nach umfassendem Menschsein oder menschlicher Erfüllung oder wie Sie es auch immer nennen mögen. Wenn wir davon ausgehen, daß dies auf alle hier Anwesenden zutrifft, was hält uns dann davon ab? Was blockiert uns?
"Eine solche Abwehr gegen Wachstum, über die ich gern im besonderen sprechen möchte, da sie bisher nicht viel Beachtung fand, werde ich den Jonas-Komplex nennen.
In meinen Aufzeichnungen hatte ich diese Abwehr zuerst 'die Angst vor der eigenen Größe' oder 'das Umgehen des eigenen Schicksals' oder 'das Weglaufen vor den eigenen besten Fähigkeiten' genannt. Ich wollte den nicht-Freudianischen Punkt so unverblümt und scharf ich konnte, hervorheben: daß wir unser Bestes ebenso wie unser Schlechtestes fürchten, wenngleich auf verschiedene Weise. Es ist gewiß für die meisten von uns möglich, größer zu sein, als wir tatsächlich sind. Wir alle haben ungenutztes oder nicht voll genutztes Potential. Es ist sicherlich so, daß viele von uns sich der Berufung entziehen, die ihrer Veranlagung entspräche ... Wir laufen der von der Natur, dem Schicksal oder sogar vom Zufall diktierten (oder besser vorgeschlagenen) Verantwortung oft davon, genauso wie Jonas vergeblich versuchte, seinem Schicksal zu entkommen.
Wir fürchten unsere höchsten Möglichkeiten (so sehr wie unsere niedrigsten). Wir haben allgemein Angst davor, das zu werden, wovon wir in unseren vollkommensten Momenten, unter den vollkommensten Bedingungen, unter Bedingungen größten Mutes einen Blick erhaschen können. Wir freuen uns und sind sogar erschüttert von diesen gott-ähnlichen Möglichkeiten, die wir in solchen Gipfel-Momenten in uns selbst sehen können. Und trotzdem zittern wir gleichzeitig vor Schwäche, Ehrfurcht und Angst vor eben diesen Möglichkeiten.
Wir sind nicht nur ambivalent, was unsere besten Möglichkeiten anbelangt, sondern wir befinden uns auch in einem ewigen, und ich meine universellen, vielleicht sogar notwendigen Konflikt und einer Ambivalenz gegenüber diesen gleichen höchsten Möglichkeiten in anderen Menschen und allgemein der menschlichen Natur. Gewiß lieben und bewundern wir gute, heilige, ehrliche, tugendhafte, reine Menschen. Könnten jedoch jemandem, der in die Tiefen der menschlichen Natur geblickt hat, unsere gemischten und oft feindseligen Gefühle heiligen Menschen gegenüber entgehen? Oder sehr schönen Frauen und Männern, großen kreativen Menschen, unseren intellektuellen Genies gegenüber? Wir lieben und bewundern natürlich alle Menschen, die das Wahre, Gute, Schöne, Gerechte, Vollkommene und das absolut Erfolgreiche verkörpern. Und trotzdem machen sie uns auch unbehaglich, ängstlich, verwirrt, vielleicht etwas neidisch oder eifersüchtig, etwas unterlegen, unbeholfen. Normalerweise lassen sie uns unser selbstsicheres Auftreten, unsere Gelassenheit und Selbstachtung verlieren.
Hier haben wir einen ersten Anhaltspunkt. Bisher ist es mein Eindruck, daß die größten Menschen durch ihre bloße Gegenwart und indem sie sind, was sie sind, uns unseren geringeren Wert bewußt machen, ob sie dies beabsichtigen oder nicht. Wenn dies eine unbewußte Wirkung ist und wir uns nicht bewußt sind, weshalb wir uns dumm oder häßlich oder minderwertig fühlen, wann immer eine solche Person auftaucht, dann sind wir geneigt, mit Projektionen zu reagieren, d.h wir reagieren, als ob die Person versuchte, uns uns minderwertig fühlen zu lassen, als ob wir das Ziel wären. In diesem Fall ist Feindseligkeit eine verständliche Folge. Bis jetzt hat es für mich den Anschein, als ob bewußtes Gewahrsein dahin tendiert, diese Feindseligkeit abzuwehren. Das heißt, wenn Sie bereit sind, Selbst-Gewahrsein und eine Selbst-Analyse ihres eigenen Gegen-Bewertens zu versuchen, d.h. Ihrer unbewußten Angst vor und Abneigung gegen wahre, gute und schöne usw. Menschen, dann werden Sie höchstwahrscheinlich weniger garstig zu ihnen sein. Und ich gehe so weit, die Vermutung auszusprechen, daß wenn Sie lernen können, die höheren Werte in anderen Menschen reiner zu lieben, Sie dies wiederum dazu bringen könnte, diese Eigenschaften in sich selbst auf eine weniger beängstigende Weise zu lieben.
In einem anderen Text führte Dr. Maslow (1967) einen anderen Aspekt der Verdrängung der Erhabenheit auf. Er nennt ihn Entheiligen:
"Lassen Sie mich über einen Abwehrmechanismus sprechen, der in den psychologischen Handbüchern nicht erwähnt wird, obwohl er für die hochnäsigen und doch idealistischen jungen Leute von heute ein sehr wichtiger Abwehrmechansimus ist. Es ist der Abwehrmechanismus des Entheiligens. Diese jungen Leute mißtrauen der Möglichkeit von Werten und Tugenden. Sie fühlen, daß man sie in ihrem Leben beschwindelt und hintergangen hat. In der Tat haben die meisten von ihnen dämliche Eltern, die sie nicht sehr respektieren, Eltern, die selbst, was Werte anbelangt, verwirrt sind und die oft einfach vor ihren Kindern Angst haben, sie nie bestrafen oder von falschen Handlungen abhalten. So haben wir also eine Situation, in der die jungen Leute ihre Eltern einfach verachten, oft sogar aus guten und ausreichenden Gründen. Solche Jugendlichen haben es gelernt, weitreichend zu verallgemeinern: Sie hören auf keinen Erwachsenen, besonders dann nicht, wenn der Erwachsene dieselben Worte benutzt, die sie aus einem heuchlerischen Mund gehört haben. Sie haben ihre Väter darüber sprechen hören, wie wichtig es sei, ehrlich, tapfer und kühn zu sein und haben gesehen, wie ihre Väter das Gegenteil von all dem waren.
Die Jugendlichen haben gelernt, den Menschen auf das konkrete Objekt zu reduzieren und sich zu weigern zu sehen, was er sein könnte, oder sich zu weigern, ihn in seinen symbolischen Werten oder auch ihn oder sie unter dem Aspekt der Ewigkeit zu sehen. Unsere Jugendlichen haben zum Beispiel Sex entweiht. Sex ist nichts; es ist eine natürliche Sache und sie haben sie so natürlich werden lassen, daß Sex in vielen Fällen alle poetischen Eigenschaften verloren hat, was bedeutet, daß er praktisch alles verloren hat. Selbstverwirklichung bedeutet, diesen Abwehrmechanismus aufzugeben und zu lernen oder angeleitet zu werden, die Dimension des Heiligen zurückzugewinnen.
Wieder für das Heilige offen zu sein bedeutet, wieder gewillt zu sein, einen Menschen unter dem Aspekt der Ewigkeit zu sehen, wie Spinoza sagt oder in der mittelalterlichen christlichen ganzheitlichen Wahrnehmung, d.h. fähig zu sein, das Heilige, Ewige, Symbolische zu sehen. Das heißt ebenfalls die FRAU (in Großbuchstaben geschrieben) an sich zu sehen mit allem, was dies umfaßt, auch wenn wir eine bestimmte Frau anschauen. Ein weiteres Beispiel: Jemand besucht die medizinische Fakultät und seziert ein Hirn. Gewiß ist etwas verlorengegangen, wenn der Medizinstudent nicht Ehrfurcht fühlt, sondern ohne die ganzheitliche Auffassung das Hirn bloß als eine konkrete Sache betrachtet. Wenn man wieder für das Heilige offen ist, sieht man ein Hirn auch als ein heiliges Objekt, sieht seinen symbolischen Wert, sieht es als einen bildhaften Ausdruck und sieht es in seinen poetischen Aspekten.
Das Heilige wieder zuzulassen bedeutet oft eine Menge scheinbar abgedroschener - die Jugendlichen würden sagen sehr spießiger - Gespräche. Nichtsdestoweniger ist dies für den Berater - und insbesondere für den Berater älterer Menschen, wo diese philosophischen Fragen über Religion und die Bedeutung des Lebens auftauchen - eine sehr bedeutende Weise, dem Menschen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung zu helfen. Die Jugendlichen mögen zwar sagen, daß dies spießig sei, und die logischen Positivisten mögen es für bedeutungslos halten, doch für den Menschen, der in diesem Prozeß unsere Hilfe sucht, ist es offensichtlich sehr bedeutungsvoll und sehr wichtig, und wir tun gut daran, ihm darauf eine Antwort zu geben, da wir sonst unsere Aufgabe nicht erfüllen..."
Hier noch ein weiteres Zitat von Maslow (1962) über einen anderen, vielleicht prosaischeren Aspekt des Erhabenen. Der Titel des Kapitels, aus dem er stammt, ist "Das Vermeiden von Wissen als Vermeiden von Verantwortung":
"... ein Mangel an Neugier kann ein aktiver oder passiver Ausdruck von Angst und Furcht sein ... Das heißt, wir können Wissen suchen, um Angst zu vermindern, und wir können Wissen auch vermeiden, um Angst zu vermindern. Um es in Freudscher Sprache zu sagen: Desinteresse, Lernschwierigkeiten und Pseudo-Debilität können ein Schutz sein. Es ist allgemein anerkannt, daß Wissen und Handeln eng zusammengehören, ich gehe jedoch viel weiter, und ich bin davon überzeugt, daß Wissen und Handeln oft Synonyme sind, ja sogar im sokratischen Sinn identisch. Wo wir voll und ganz wissen, folgt angemessenes Handeln automatisch und reflexhaft. Entscheidungen werden dann ohne Konflikt und in voller Spontaneität getroffen ... dieses enge Zusammengehören von Wissen und Handeln kann uns helfen, einen Grund für die Angst vor dem Wissen als eine tiefliegende Angst vor dem Handeln zu interpretieren, eine Angst vor den Konsequenzen, die sich aus dem Wissen ergeben, eine Angst vor seiner gefährlichen Verantwortung. Es ist oft besser, nicht zu wissen, da Sie, wenn Sie wüßten, auch handeln und den Kopf hinhalten müßten."
Es gibt eine interessante theoretische Erklärung für diese Vorstellung von der Verdrängung der Erhabenheit von Robert Desoille (1945), dem französischen Ingenieur, der es sich zur Aufgabe machte, den rêve éveillé dirigé, den gelenkten Wachtraum, als ein psychotherapeutisches Werkzeug zu entwickeln. Desoille hat Theorie und Erfahrung zu einer recht ausgearbeiteten Erklärung darüber verwoben, wie, weshalb und durch welche Kräfte das Erhabene verdrängt wird. Er hat seine eigene topographische Beschreibung der Psyche, die hier abgebildet ist.
Erhabene Tendenzen
Selbst

ES
Primitive Tendenzen
1. Bewußtheit
2. Ich
3. Über-Ich
4. Persönliches Unbewußtes und Vorbewußtes
5. Kollektives Unbewußtes
Seine Darstellung umfaßt das bekannte Freudsche Trio - das Es, das Ich und das Über-Ich; doch sie werden jetzt durch eine vierte Kraft, das Selbst, ergänzt. Der Bereich im Zentrum repräsentiert Bewußtheit, das Ich und das Über-Ich. Weiter außen findet man das persönliche Vorbewußte und Unbewußte. Darüber liegt das kollektive Unbewußte. Man sollte beachten, daß das Über-Ich am kollektiven Unbewußten nicht teilnimmt.
Desoille lieh sich Jungs Konzept des Selbst und modifizierte es etwas. Für ihn ist es ein Zustand, der die entfernten Grenzen der Sublimierung darstellt, ein Zustand, der Ausdruck der höchsten Ideale ist, derer ein Mensch in jedem gegebenen Augenblick fähig ist. In diesem Fall ist das Es das übliche Konzept unseres nach Ausdruck suchenden tierhaften Triebes. Wir erleben ihn, wie er umgewandelt wurde, indem er ins Bewußtsein aufgestiegen ist mit allen Gedankenverbindungen, die durch die Stimulierung der primitiven Instinkte hervorgerufen worden sind. Desoille betont daraufhin die Einheit der Psyche. Das Selbst und das Es werden als zwei extreme Grenzen angesehen, zwei gegensätzliche Pole in der Psyche. Sie fallen nie zusammen. Jeder übt seine eigene anziehende Wirkung auf das Ich im Mittelpunkt aus, und das Ich schwingt zwischen diesen beiden Instinkt-Grenzen, der primitiven und der sublimen, hin und her.
Das Über-Ich ist dieses despotische und infantile Erzeugnis des Ich, das die kritischen Bemerkungen und Ansprüche der Eltern und anderer Autoritäts-Personen repräsentiert, wie sie hauptsächlich in der Kindheit erlebt wurden. Desoille sieht es als eine vorübergehende Struktur, das schließlich aufgelöst werden muß und dessen Rolle in der reifen Persönlichkeit vom Selbst übernommen werden muß.
An diesem Punkt würde ich gern zu einer Beschreibung der Figuren der inneren Bilder übergehen, deren Auftauchen Desoille immer wieder in den gelenkten Wachträumen gefunden hat. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, benutzt Desoille das Bild vom Auf- und Absteigen, um Bilder auf verschiedenen Ebenen der Psyche hervorzurufen oder verschiedene Ebenen in der Archetypen-Kette, wie er es nennt. Die Vorstellung, zu himmlischen Höhen emporzuklimmen, ist für ihn verbunden mit Sublimierung, Euphorie, Heiterkeit und schließlich mit spirituellem Wachstum. Doch oft kommt es vor, daß der Aufstieg des Patienten von einer Art Monster, vielleicht einem Drachen, blockiert wird. Desoille nennt diese Figur den "Wächter der Schwelle" und hält ihn für eine Kraft des Über-Ichs, dessen Funktion es in der Vergangenheit gewesen ist, einen Teil des Selbst-Ausdrucks des Kindes, z.B. das sexuelle Verhalten, zu frustrieren. Es ist nun die Aufgabe des erwachsenen Patienten, in seinem Wachtraum mit dieser Über-Ich Figur zu kämpfen und sie zu überwinden. Wenn er es schafft, dies in seinem Wachtraum zu tun, macht er damit die willkürlichen Einschränkungen zunichte, die von seinen Eltern und anderen Autoritäts-Personen auferlegt worden waren und akzeptiert, indem er dies tut, die Verantwortung dafür, wie er mit seiner sexuellen und aggressiven Energie nach seinem eigenen Dafürhalten umgeht. An diesem Punkt wird das Ich von einem intensiven Streben belebt, ein erhabenes Objekt zu erreichen, das es jedoch erst flüchtig erblickt. Das Über-Ich, das von den Introjekten der Eltern als ein Bollwerk gegen ödipale Wünsche und Ähnliches aufgebaut worden war, wird mit der Autonomie-Entwicklung des Individuums überflüssig. Das Selbst mit seinen höheren, erhabeneren Zielen ersetzt das Über-Ich.
Desoille (1945) bezieht einen wichtigen Punkt von Jung. Er weist darauf hin, daß sowohl Jung als auch andere die Notwendigkeit betont hatten, sich des eigenen instinktiven Egoismus zu entledigen. Zu diesem Thema sagte Jung, daß die uralte mystische Lehre "Werde alles los, was Du besitzt, und dann wirst Du empfangen", in der Tat bedeute, daß man all seine am meisten gehegten Illusionen loslassen müsse. Desoille sagt:
"Erst dann wird sich etwas Schöneres, Tieferes und Umfassenderes in uns entwickeln. Denn nur das Geheimnis des Sich-Opferns macht es uns möglich, daß wir uns mit einer erneuerten Seele selbst wieder finden. Das sind Lehren einer sehr alten Weisheit, die während der Psychotherapie wieder ans Licht gebracht werden... Dieses Bestreben, das aus einem Bereich des Unbewußten zu uns kommen muß, steigt aus einer tieferen Schicht als dem Über-Ich auf. Deshalb braucht es einen eigenen Namen. Wir werden uns an Jung halten und es das Selbst nennen.
"Der Konflikt bricht zwischen dem Es und dem Selbst aus. Das Selbst versucht, das Ich dazu zu bringen, seine Bedürfnisse zu befriedigen (nach dem Erhabenen, sein Sehnen nach Wachstum) und das Es übernimmt - indem es sich gegen die Wünsche des Selbst stellt - die Rolle der unterdrückenden Kraft und wird zum Ausdruck einer neuen Form der Zensur, der Verdrängung des Erhabenen, in diesem Fall des Dranges nach spirituellem Wachstum."
Wenn der Patient zu diesen intensiven Bestrebungen des Selbst, die wir weiter oben erwähnt haben, Zugang hat und bestimmte Ebenen der Sublimierung erreicht, dann ändert sich das Symbol des Wächters der Schwelle. Es ist nicht länger das des bedrohlichen Drachens, sondern nimmt in den Wachträumen eine andere Erscheinungsform an. Es erscheint nun im allgemeinen als Wesen, das sowohl freundlich als auch bestimmt ist, jedoch immer noch den Weg nach oben versprerrt. In dieser Situation fühlt sich der Patient nicht weiter bedroht, sondern er fühlt sich aufgerufen, eine bewußte Wahl zwischen zwei gleich möglichen Haltungen zu treffen. Nach Desoille ist es dies, was stattfindet. In den vorangehenden Sitzungen wurde sich der Mensch der Möglichkeit bewußt, etwas Schöneres, Tieferes, Umfassenderes in sich selbst zu entwickeln. Es gab einen Wink des Erhabenen, einen Ruf, eine höher entwickelte Person zu werden, als er/sie ist. Doch damit dies stattfinden kann, realisiert der Mensch nun, daß er alte Gewohnheiten aufgeben und aufhören muß, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Er muß das Befriedigen von Impulsen aus dem unteren Unbewußten aufgeben, die alle in der Vergangenheit vom Über-Ich toleriert und sogar ermutigt und vom bewußten Ich akzeptiert worden sind. Doch der Patient zögert, diesen Weg nach oben einzuschlagen, da er fühlt, daß er seine Freiheit einschränken und sein Betätigungsfeld einengen wird. In einigen Fällen wird der Patient sogar das Gefühl haben, daß diese vorgeschlagenen Entsagungen einen unmenschlichen Charakter haben. Dies geschieht, wenn der Wächter der Schwelle auftaucht - jedoch nicht mehr in einer abstoßenden Gestalt. Dieses Mal kann er zum Beispiel die Gestalt eines Engels annehmen. Der Konflikt zwischen dem Selbst und dem Es um den Besitz des Ich - man könnte sagen zwischen dem Erhabenen und dem Niedrigen - ist nicht länger unbewußt. Er findet nun auch zwischen einerseits dem Ich statt - dessen Angewohnheit es gewesen ist, bewußt den vom Über-Ich akzeptierten Impulsen des Es zuzustimmen, diesen Impulsen, die sich den niedrigsten moralischen Beschränkungen im Alltagsleben anpaßten, - und andererseits dem Selbst, repräsentiert vom Wächter der Schwelle, dem Engel, dessen Ruf als immer kategorischer wahrgenommen wird.
In diesem Fall sehen wir, daß das Es, indem es über das Ich und mit dem Einverständnis des Über-Ich handelt, gegen die Forderungen des Selbst kämpft. Doch in dieser Phase ist der Kampf bereits ziemlich bewußt geworden, und das Ich versucht nun, das Erhabene zu verdrängen, gerade so wie es das verdrängt, was ihm niedrig und gemein vorkommt.
Desoille sagt, daß es drei Möglichkeiten gibt, wie der Patient auf das Bild des Wächters der Schwelle mit seinem Ruf nach dem Erhabenen reagieren kann:
1. In der Sitzung selbst kann sich der Patient plötzlich entscheiden, seine alten Gewohnheiten aufzugeben, da diese ihm jetzt als Nicht-Werte erscheinen. Diese müssen durch neue Werte ersetzt werden, die gefunden und erworben werden müssen. Sie werden in den nachfolgenden gelenkten Wachträumen durch Bilder wie versteckte oder bewachte Schätze symbolisiert. Wenn einmal diese Entscheidung getroffen ist, dann ist der Patient wieder fähig, sich selbst in seinen gelenkten Wachträumen zu größeren Höhen aufsteigen zu sehen.
2. Der Patient kann zögern, und die Sitzung kann an diesem Punkt zu einem Halt kommen. Später kann der Patient in der Zeit zwischen den Sitzungen, wenn er allein ist, sich entscheiden, den Kampf aufzunehmen. In nachfolgenden Sitzungen wird er dann als Ergebnis dieser Entscheidung fähig sein, weiterzugehen.
3. Andererseits ist es auch möglich, daß der Patient sich glatt weigert - bewußt oder unbewußt - seine Illusionen aufzugeben. Mit seiner Weigerung macht er eine negative Übertragung auf seinen Therapeuten. Im allgemeinen ist sie - außer in schwierigen Fällen - eher diskret und von kurzer Dauer, sagt Desoille.
Für die Psychosynthese (Assagioli, 1965) ist die Tatsache, daß wir unsere Impulse auf das Erhabene hin verdrängen und leugnen, von großer Bedeutung. Ein möglicher Grund, weshalb wir dies tun, ist der: je mehr wir uns unserer positiven Impulse, des Dranges nach dem Erhabenen, bewußt werden, desto mehr schämen wir uns für das Unvermögen, diesen Impulsen Ausdruck zu verleihen. Daraus folgt ein schmerzhaftes Brennen des Gewissens, ein Schuldgefühl, nicht das zu sein, was man sein könnte und nicht zu tun, was man tun könnte. Dies ist keine Über-Ich-Schuld, sondern eher der Schrei des Selbst nach seiner Verwirklichung.
Wir haben jedoch einen "Notausgang" zur Verfügung, einen Fluchtweg aus diesem Schuldgefühl, wenn wir die beliebten intellektuellen Argumente akzeptieren, die den Ruf des höheren Unbewußten auf nichts weiter als die Sublimierung der Impulse des unteren Unbewußten reduzieren. Jung (1933) hat dieses Reduzieren vor mehr als 30 Jahren verdammt, doch immer noch finden wir Trost und Beruhigung darin, diese Instinkte des höheren Unbewußten zu leugnen und uns mit einem degradierten Selbst-Bild zufrieden zu geben, da es in gewisser Weise leichter ist, damit zu leben.
Es ist das Selbst-Bild des erfolgreich psychoanalysierten Menschen; er/sie hat sich einer Art psychoanalytischer Geistes-Lobotomie unterzogen, einem Abtöten der normalen Sensibilität dem höheren Unbewußten und den Möglichkeiten spirituellen Wachstums gegenüber. Der Schlüssel zu diesem Leugnen liegt wahrscheinlich in Freuds Konzept der Sublimierung mit seiner Betonung der zielgehemmten sexuellen und aggressiven Triebe als Quelle der freundlichen und großzügigen Handlungen der Menschen. Diese Betonung leugnete die Existenz autonomen Verlangens nach Güte und Gemeinschaft. Dieses Dogma war besonders nützlich beim Angstabbau, da es den Patienten, der es akzeptierte, automatisch von jedem Verantwortungsgefühl für spirituelles Wachstum und von der normalen Angst, die mit diesem Streben verbunden ist, befreite.
So kann man die psychoanalytische Neurosen-Theorie als eine verstümmelte Persönlichkeits-Theorie sehen, die auf eine ideologische Art dahin tendiert, neurotische Symptome zu lindern, indem sie einen Teil der Psyche amputiert oder anästhesiert - die höchsten und wertvollsten Funktionen, diejenigen, die uns dazu drängen, aus unserem Potential das Beste herauszuholen.
Doch vielleicht ist es für die stark Neurotischen besser, zeitweise dieses Verlangen nach dem Erhabenen beiseite zu schieben. Diese Impulse können, wenn sie mißbraucht werden, zu einem Aufblähen des Ichs und einer Stabilisierung des pathologischen Selbst-Bildes führen. Ein klassisches Bild ist das der starren Selbstgerechtigkeit. Mag sein, daß der stark Neurotische daran gehindert werden sollte, bei Gedanken über das Erhabene zu verweilen, bis er den Kern seiner Neurose ausgemerzt hat, genauso wie der Anwärter in die Geheimnisse der religiösen Gemeinschaft nicht eingeweiht wird, bevor er nicht die Disziplin entwickelt hat, um die Tatsachen zu respektieren und die Fähigkeiten, um sie zu nutzen.
Das Problem, mit dem sich die Psychosynthese
konfrontiert sieht und das die klassische Psychoanalyse meiner Meinung nach zu
vermeiden sucht, ist es, eine Therapie sowohl für die niedrigen als auch für
die höheren Aspekte der Persönlichkeit anzubieten. Die Bedürfnisse des
unteren Unbewußten werden mehr oder weniger erfolgreich von den konventionellen
Psychotherapie-Formen angegangen. Religiöse Führung sucht danach, den
Spielraum und die Wirksamkeit des höheren Unbewußten zu erweitern. Die
Psychosynthese bietet eine Philosophie an, die darauf zielt, sowohl das Es wie
das Selbst zu erreichen. Die Psychosynthese zielt darauf ab, dem Menschen zu
helfen, all seine Impulse zu erkennen, die Verantwortung für die Entscheidung
zu übernehmen, welche ausgedrückt und welche zurückgewiesen werden sollten,
und mit der Angst, die ein unentrinnbarer Aspekt des Prozesses der
Selbstverwirklichung ist, umzugehen.
Bibliographie:
Angyal, Andras, Neurosis and Treatment (Neurose und Behandlung), New
York: Wiley, 1965
Assagioli, Roberto, Psychosynthesis, New York: Hobbs, Dorman, 1965.
Deutsch: Psychosynthese, rororo sachbuch 9387, Rowohlt Taschenbuch Verlag
GmbH, Reineck bei Hamburg, März 1993
Desoille, Robert, Le rêve éveillé en psychothérapie (Der Wachtraum in
der Psychotherapie), Paris: Presses Universitaires de France, 1945.
Jung, Carl G., Das Seelenproblem des modernen Menschen (1928), in Seelenprobleme
der Gegenwart (1931), Paperback 1969. Gesammelte Werke 10.
Maslow, A.H. Toward a Psychology of Being, Princeton, N.J.: Van Nostrand
1962.
- "Neurosis as a Failure of Personal Growth", Humanitas,
III (1966), pp. 153-169.
- "Self-actualization and Beyond". In J.F.T. Bugental (ed.) Challenges
of Humanstic Psychology, New York: McGraw-Hill, 1967, pp. 279-286.
* (im Titel)
Vorgestellt an einem Seminar der Psychosynthesis Research Foundation (Gesellschaft für Psychosynthese-Forschung), 40 East 49th St., New York, N.Y. 10017, am 15. Dezember 1967.
Aus dem Amerikanischen von L. Zürcher-Giannakopoulou und A. Pahlke-Atkins