Immer wieder werden meine Erwartungen auf eine harte Probe gestellt, aber genau deshalb habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Grundsätzlich haben wir alle Erwartungen, zum Beispiel, wenn wir für etwas bezahlen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Wir erwarten, dass es unseren Vorstellungen entspricht oder dass es uns zufriedenstellt. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, wie in meinem Fall, als ich ein Retreat in Sri Lanka gebucht hatte und es dort sehr laut war aufgrund einer benachbarten Granitmine.

Zunächst war ich enttäuscht und verärgert und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Aber nach drei Tagen habe ich mich entschieden, dies als Chance zu sehen, um mich intensiver mit dem Thema „Erwartungen“ zu beschäftigen.

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich vermutlich immer Erwartungen haben werde, aber dass ich mich nicht von ihnen abhängig machen lassen möchte. Ich möchte nicht in Emotionen verstrickt sein oder gegen etwas kämpfen, was ich nicht ändern kann. Stattdessen versuche ich, die Gegebenheit so zu akzeptieren, wie sie ist und das Positive darin zu sehen. In Sri Lanka konnte ich trotz der Lärmbelästigung die Naturschönheiten, die freundlichen Menschen und das gute Essen genießen.

Grundsätzlich sind Erwartungen wie kleine Blütenknospen, die wir unaufhörlich und voller Vorfreude öffnen. Wir stellen uns vor, wie etwas sein wird und freuen uns darauf. Erwartungen geben uns das Gefühl, dass etwas Besonderes bevorsteht und lassen unser Herz vor Freude hüpfen.

Aber eben – wenn die Erwartungen dann auf die Realität treffen, kann es manchmal hart sein 😉.

Denkanstoss:

Wo hast du dein Feld von «Erwartungen haben» – Welche davon eher gut und ok für dich und welche behindern dein Leben?