Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

In dieser Zeit feiern wir in unseren Breitengraden schon seit Jahrtausenden die Rückkehr des Lichtes. Und gerade in dieser Zeit, nach einem Jahr, welches uns mit Covid19 konfrontiert hat, erscheint mir dies umso bedeutsamer. Vor einem Jahr hätten wir uns kaum vorstellen können, was wir in diesem 2020 alles erleben werden. Es war ein Jahr, welches uns mit tiefen Aspekten unserer Selbst konfrontiert hat. Es gab viel Konfrontation mit Covid19-Gegnern, Verschwörungs­theoretikern, Pharmazie-, Medizin- und Massnahmen-Befürwortern etc. Wir konnten viel Pro und Kontra hören.

Dabei ging meines Erachtens öfters unter, dass gerade dieses Virus uns dazu auffordert, innezuhalten, zuhause zu bleiben (im eigenen, persönlichen Raum) und darüber zu reflekt-ieren, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Es hat uns vor Augen geführt, dass wir eine globale Gemeinschaft sind und Viren keine Grenzschranken einhalten. Wir können dieses Virus auch verstehen, als eine Form der Luftverschmutzung, welches auch unsere Lungen heftigst angreifen kann. Und anstatt inne zu halten und uns zu fragen, was uns unsere Mutter Erde mit diesem Virus mitteilen möchte, kämpfen wir um die Wirksamkeit von Masken.

Wie wäre es, wenn wir uns bewusst machten, dass der Raubbau, den wir an unserer Mutter Erde betreiben und den wir mitfinanzieren durch unsere neuesten Smartphones, unseren Konsum, den Unmengen Fleisch die wir verbrauchen oder die riesigen Mengen Dschungel, die wir abholzen, um Palmöl zu produzieren, nicht unbemerkt bleibt?

Wir sind auf unserem Planeten durch ein immens feines Netz miteinander verbunden. Alles Leben befindet sich in einer fliessenden Bewegung, immer bemüht, einen gleichgewichtsähnlichen Zustand herzustellen. Unsere Lebensart hat dieses Gleichgewicht erheblich gestört. Das Virus gab und gibt uns die Möglichkeit unseren Lebensstil zu überdenken, innezuhalten und neu auszurichten. Dies ist nicht die Aufgabe von Politik oder der Wirtschaft, sondern liegt allein in der Verantwortung von jedem Einzelnen von uns. Wir sind die Masse, welche entscheidet, wie das Leben auf unserem Planeten weitergeht.

Es sind nicht irgendwelche Länder, die an Viren und anderem forschen oder geheime Gruppierungen, die die Weltherrschaft vorbereiten, sondern wir. Wir sind es, die dafür sorgen und mitgestalten können, dass die Artenvielfalt auf unserem wunderschönen Planeten erhalten bleibt.

Es ist an uns, aufzuwachen! Und wir sind bereits in dem Prozess des Aufwachens. Dieses Aufwachen hat nichts mit dem Kampf gegen Impfzwang oder Shutdowns zu tun, sondern ist ein Prozess zum respektvollen Umgang miteinander und mit der Natur. Einer Wertschätzung allen Lebens.

So wünsche ich uns allen, dass das Licht des Bewusstseins vermehrt zurück­kom­men möge. Das wir, nach Jahrhunder­ten in der Dunkelheit unseres Bewusstseins nun endlich aufwachen und uns der Verbundenheit allen Lebens bewusst werden. Wie Jesus schon vor ca. 2000 Jahren sagte: «Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.» (Mt 25/40) Er hat uns aufgefordert, das Herz wieder in die Welt zu bringen. Liebe, Mitgefühl, Fürsorge für das grössere Ganze.

Das Virus fordert uns auf, uns bewusst zu werden, dass wir die Lungen zum Atmen brauchen. Das es wichtig ist, uns vor der Umweltverschmutzung (physisch/psychisch/mental/spirituell) zu schützen. Das wir nicht zulassen können, dass Menschen, weil sie am Verhungern sind, die Wälder abholzen, um ein wenig Geld zu verdienen und ihr überleben zu sichern. Es fordert uns auf, mehr global zu denken und alles Leben in unsere Wahrnehmung einzubeziehen. Dafür besorgt zu sein, dass alle Menschen menschenwürdig leben können, ohne unsere Umwelt zu zerstören.
Lasst uns aufhören, nur lokal zu denken. Starten wir, wirklich global zu denken und lokal zu handeln. Machen wir uns bewusst, dass wir eine grosse Familie sind.

In diesem Sinne wünschen wir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund, werdet gesund und geniesst jeden Tag eures Lebens aus voller Kraft, mit Freude und Herzenswärme.

Euer Gerhard und das aeon Team