Mein Rückblick 2025
Krass, weil dieses Jahr mich mehr gelehrt hat, als ich im Moment erfassen kann. Krass, weil ich rückblickend staune, wie viele Schritte, Zweifel, Mutproben und kleine Siege sich zu etwas zusammengeschoben haben, das man erst im Nachhinein erkennt. Man macht und tut, fällt hin, steht wieder auf, probiert weiter – und irgendwann sitzt man da, schaut zurück und denkt: Wow… das war ganz schön viel. Und ich habe es geschafft.
Mein Start ins 2025 war unspektakulär, aber klar. Ich beschloss, ab Januar den wenigen Alkohol, den ich noch getrunken habe, auch nicht mehr zu trinken. Ohne Zeitplan, ohne Druck. Einfach so. Und plötzlich wurde aus einem Dry January ein Dry February, ein Dry March, ein Dry April und ein Dry May. Der erste Apérol Spritz im Juni hat mich dann fast aus den Socken gehauen.
Gleichzeitig war ich in den ersten Monaten des Jahres müde. Ausgelaugt. Nicht wirklich bei mir. Nicht zufrieden. Und dann kam – wie ein kleiner Wink des Universums – der Hinweis auf eine vierwöchige Ayurveda-Auszeit. Ein indischer Arzt, der in der Schweiz praktiziert, meinte mit dieser leisen Selbstverständlichkeit: „Das wäre gut für Sie.“
Ich wusste sofort: Ja. Das ist exakt das, was meine Seele jetzt braucht.
Der einzige freie Zeitraum war Mitte Oktober bis Mitte November – ausbildungstechnisch eine schlechte Phase. Und trotzdem war es mir egal. Es war, als würde etwas Grösseres sagen: Geh. Wir kümmern uns um den Rest. Und ich vertraute.
Denn die Wahrheit ist: Ich war am Limit. Das aeon – unser Zentrum, unser Herzensprojekt – war mir energetisch über den Kopf gewachsen. Ich wollte es so gut machen, so stimmig halten, so tragen, dass es irgendwann zu viel wurde. Ich hatte Existenzängste. Ich zweifelte, ob ich diesem Ort, dieser Aufgabe, diesem Anspruch gewachsen bin. Und allein der Entschluss, im Oktober nach Indien zu gehen, gab mir eine neue Stärke. Ein bisschen so, als würde ich zu mir selbst sagen: „Petra, dort richten sie dich schon wieder hin.“ 😉
2025 war ein Arbeitsjahr. Ein Übergangsjahr. Und ganz wichtig: Das aeon hat in Rheinfelden ein neues Zuhause gefunden. Ein Jahr ohne gemeinsame Ferien (Ayurveda zählt definitiv nicht als Ferien). Ein Jahr voller Erster-Male. Und ich bin überzeugt: Hätte ich nicht so bewusst und konsequent an mir gearbeitet – körperlich, emotional, seelisch –, wäre ich wahrscheinlich in ein Burnout gerutscht.
Und heute?
Nein, wir sind mit dem aeon noch nicht „am Ziel“. Vielleicht gibt es dieses Ziel gar nicht. Aber wir haben in diesem Jahr so unfassbar viel erreicht – Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung, mit ganz viel Herzblut. Und in mir selbst ist eine neue Ruhe eingezogen, eine andere Art der Präsenz. Und damit haben sich auch Dinge gelöst, die mich lange belastet haben – zum Beispiel meine Existenzangst.
Wir sind auf dem richtigen Weg.
Als Menschen.
Als Paar.
Und mit dem aeon.
Und ich schaue zurück und denke:
Krass, Petra – das hast du wirklich gut gemacht.
Ich wünsche dir einen guten, gesunden und zufriedenen Abschluss des Jahres 2025. Danke, dass du diese Posts liest, vielleicht mit genauso viel Freude, wie ich sie schreibe. Danke, dass du mich und uns begleitest auf diesem Weg.
Von Herzen, Petra
Vielleicht ein kleiner Gedanke für dich, der das hier liest:
Manchmal ist der wichtigste Schritt nicht der grosse Sprung, sondern der Moment, in dem du dir eingestehst, was du wirklich brauchst – und dir erlaubst, genau das zu tun.
Vielleicht wartet dein „Krass“ ja auch schon irgendwo auf dich.
Mein Rückblick 2025









