Neue Wege gehen
Diese Frage beschäftigt mich gerade sehr.
Im Moment herrscht bei uns im aeon eine Art kreativer Ausnahmezustand. Nicht, weil wir alles über den Haufen werfen wollen. Und auch nicht, weil unsere Ausbildung nicht trägt. Im Gegenteil. Wir sitzen seit Tagen mit einer Fachperson zusammen und stellen uns eine ehrliche Frage:
Wie soll der Weg aussehen, der zu unserem Abschluss führt?
Nicht Modul 4 – nicht die Coachingkompetenz an sich. Sondern der Weg davor. Denn ja, eine Coachingausbildung kann man schneller machen. Und günstiger.
Warum also diesen Weg bei uns gehen?
Weil bei uns der Weg das Ziel ist
Modul 1–3 sind keine Vorbereitung auf etwas. Sie sind der eigentliche Kern. Eine Entdeckungsreise nach innen. Eine ehrliche Begegnung mit sich selbst.
Viele Menschen funktionieren hervorragend. Sie leisten. Sie organisieren. Sie reagieren.
Aber sie leben nicht wirklich aus ihrer Mitte.
Eine reine Coachingausbildung verändert das kaum. Dort lernt man Methoden. Techniken. Interventionen. Man lernt, andere zu begleiten.
Doch bevor ich andere begleite, darf ich mich selbst kennen. Und genau hier beginnt unser Weg.
Zwischen Herz und Wirtschaftlichkeit
Natürlich stellen wir uns auch die wirtschaftliche Frage. Am Ende des Tages soll aeon tragfähig sein. Wir wollen davon leben können. Aber nicht um jeden Preis. Wir wollen mit dem arbeiten, was uns wirklich entspricht. Mit Menschen, die bereit sind, sich einzulassen. Und wir wollen, dass sie echten Mehrwert erleben.
Die Rückmeldungen derjenigen, die diesen Weg bereits gegangen sind, bestätigen uns darin. Und dennoch – Veränderung bleibt anstrengend.
Warum?
Das Gehirn liebt Gewohnheit
Unser Gehirn funktioniert wie eine Autobahn. Immer wenn wir etwas denken, fühlen oder tun, werden neuronale Verbindungen aktiviert. Wiederholen wir es, werden sie schneller, stärker, automatischer.
So entstehen breite, gut ausgebaute Strassen.
„Ich bin nicht gut genug.“
„Das wird schwierig.“
„So machen wir es halt schon immer.“
„Ich schaffe das.“
Je öfter wir einen inneren Satz wiederholen, desto müheloser fährt unser System diese Strecke.
Neue Wege fühlen sich nicht bequem an
Ein neuer Gedanke ist am Anfang kein Highway. Er ist ein Trampelpfad. Ein schmaler Waldweg. Eine ungepflasterte Nebenstrasse.
Er fühlt sich unsicher an. Ungewohnt. Manchmal sogar falsch. Nicht, weil er falsch ist – sondern weil die alte Autobahn bequemer ist.
Neuroplastizität – die gute Nachricht
Denn – unser Gehirn ist veränderbar.
Wenn wir neue Gedanken bewusst wiederholen, wenn wir neue Entscheidungen treffen, wenn wir uns trauen, anders zu wählen, entsteht mit der Zeit eine neue innere Strasse. Die alte wird weniger befahren. Und irgendwann wächst sie vielleicht zu.
Das ist die Grundlage unserer Arbeit im aeon.
Und es bedeutet auch für uns selbst:
hinsehen.
prüfen.
anpassen.
ehrlich bleiben.
Auch wenn es anstrengend ist. Vielleicht ist es genau das, was Entwicklung ausmacht: Nicht perfekt zu wissen, wohin es geht – sondern bereit zu sein, den neuen Weg trotzdem zu betreten. Schritt für Schritt. Mit Herz. Und mit Bewusstsein.
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Herzlich, Petra
Neue Wege gehen









